Deutschland: Eine Schachtel Zigaretten könnte bis 2030 mehr als 11 Euro kosten
Ab dem 1. Januar 2027 wird Deutschland die Steuern auf Zigaretten sowie auf verschiedene andere Tabak- und Nikotinprodukte schrittweise erhöhen. Diese Maßnahme wird in den kommenden Jahren zu steigenden Preisen führen. So könnte eine Schachtel mit 20 Zigaretten im Jahr 2030 bereits 11,36 Euro kosten.

Schrittweise Erhöhung der Zigarettenpreise ab Januar 2027
Der Bundestag hat ein neues Gesetz verabschiedet, das eine schrittweise Erhöhung der Tabaksteuer zwischen 2027 und 2030 vorsieht.
Den veröffentlichten Schätzungen zufolge dürfte sich der Durchschnittspreis für eine Schachtel mit 20 Zigaretten wie folgt entwickeln:
2027: 8,77 Euro
2028: 9,56 Euro
2029: 10,42 Euro
2030: 11,36 Euro
Dies entspricht einem Preisanstieg von nahezu 30 % zwischen 2027 und 2030.
In Deutschland soll diese Steuerreform dem Bund im Zeitraum von 2027 bis 2030 zusätzliche Steuereinnahmen von mehr als 12 Milliarden Euro einbringen.
Luxemburg bleibt deutlich günstiger als seine Nachbarländer
Die erneute Preiserhöhung in Deutschland dürfte die Preisunterschiede bei Tabakwaren zwischen Deutschland und Luxemburg weiter vergrößern. Im Jahr 2026 kostet eine Schachtel mit 20 Zigaretten in Luxemburg durchschnittlich rund 6 Euro, gegenüber etwa 11 Euro in Belgien und mehr als 12 Euro in Frankreich.
Diese Preisunterschiede stellen eine erhebliche Herausforderung für die grenzüberschreitende Tabakprävention dar. Die vergleichsweise niedrigen Tabakpreise in Luxemburg begünstigen den Tabakeinkauf durch Verbraucherinnen und Verbraucher aus den Nachbarländern und drohen, die Wirksamkeit der dortigen Präventionsmaßnahmen zu schwächen.
Diese Situation verdeutlicht, wie wichtig eine kohärentere und besser abgestimmte Steuerpolitik auf europäischer Ebene ist, um die Attraktivität von Tabakprodukten zu verringern und die öffentliche Gesundheit besser zu schützen.
Eine Maßnahme von großer Bedeutung für die öffentliche Gesundheit
Die Erhöhung der Tabakpreise gilt als eine der wirksamsten Maßnahmen zur Verringerung des Tabakkonsums. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) können höhere Tabaksteuern dazu beitragen, Menschen – insbesondere Jugendliche – vom Einstieg in das Rauchen abzuhalten. Gleichzeitig können sie rauchende Personen dazu motivieren, ihren Konsum zu reduzieren oder ganz mit dem Rauchen aufzuhören.
Während die Nachbarländer ihre Tabakpreise erhöhen, um das Rauchen einzudämmen, darf Luxemburg nicht ins Hintertreffen geraten: Eine deutliche und ambitionierte Preiserhöhung ist unerlässlich, um künftige Generationen zu schützen.
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